Antonius-Kapelle

Antonius-Kapelle erstahlt in neuem Glanz

Mit diesem schmucken Kleinod wird das Ortsbild von Schwenningen eindrucksvoll verschönert.

Unsere OG setzte sich zum Ziel, über Generationen weitergegebenes Kulturgut zu erhalten und einen Beitrag zur Heimatpflege zu leisten.


Renoviert und neu gestaltet vom Schwäbischen Albverein, OG Schwenningen.
Seit dem 02.09.2001 durch Pfr. Locher wieder neu eingeweiht.

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ehemalige Ansicht mit inzwischen gefällter Ulme

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Das Innere der Antonius Kapelle nach der Renovierung

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Die heutige Ansicht der Kapelle

Antonius-Kapelle in Schwenningen am östlichen
Ortsausgang Richtung Glashütte

Im Mai 2000 machte sich der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Schwenningen, zur Aufgabe, die Antonius-Kapelle zu renovieren und das Umfeld der Kapelle neu zu gestalten.

Die Antonius-Kapelle steht von Glashütte her kommend an der Ortseinfahrt von Schwenningen. 145 Jahre lang stand eine stattliche Ulme neben der Kapelle. Diese musste allerdings im Sommer 2000 wegen der weit verbreiteten Ulmenkrankheit gefällt werden. Am 01.01.2001 ging die Antonius-Kapelle aus dem Privatbesitz der Familie Sprißler in das Eigentum des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Schwenningen, über.

Die Albvereinler hatten sich zum Ziel gesetzt, die Kapelle zu sanieren und ihr Umfeld neu anzulegen. Am 23. Mai 2000 starteten sie mit dem 1. Arbeitseinsatz. Der Außenputz wurde entfernt, das Umfeld der Kapelle freigelegt, das alte Dach abgedeckt, der Innenputz und der alte Fußboden entfernt. Bis auf die Grundmauern wurden alle schadhaften Bausubstanzen abgetragen um zu gewährleisten, dass die Arbeiten der Renovierung dauerhaft sind.

Im August 2000 ließ die Gemeinde die Ulme fällen. Das umfangreiche Wurzelwerk erforderte mehrere Arbeitseinsätze der Albvereinsmänner. In mühevoller Kleinarbeit wurde der Baumstumpf abgetragen und so dem Erdboden gleich gemacht.

Die Albvereinsleute und ihre freiwilligen Helfer Schwenninger Baufirmen machten sich nun an die eigentliche Renovierung. Das Dach wurde vollständig neu hergestellt, mit Dachverkleidung und Kupferblechabdeckungen. Im Innern des kleinen Gotteshauses wurden Gipser-, Putz-, Steinmetz- und Malerarbeiten notwendig und ausgeführt. Ein neuer Fußboden wurde eingebaut und die marode Eingangstüre neu gerichtet. Der einheimische Maler Hubert Haug verschönerte die Innenwand mit einem Bild, welches den Hl. Antonius als Schutzpatron darstellt. Das alte Kreuz wurde ebenfalls neu renoviert und wieder an der alten Stelle in der Mitte der Wand angebracht. Auch ein Kirchenbänkchen wurde eingebaut. Außerdem schmückt die Gebetsstätte noch weitere kleine sakrale Kunstwerke. Außen wurde die Kapelle neu verputzt und gestrichen. Das Umfeld wurde neu gestaltet. Das kleine Bauwerk erhielt eine Einfassung sowie einen kleinen gepflasterten Vorplatz. Für die gefällte Ulme wurden ersatzweise 2 Linden gegenüber der Kapelle gepflanzt. Auch legte die Gemeinde einen neuen Weg zur Kapelle an, damit die Besucher die Kapelle nicht nur über die Wiese erreichen können.

So leisteten die Albvereinsmitglieder und ihre freiwilligen Helfer, die übrigens auch Auswärtige waren, im Jahr 2000 rund 300 Arbeitsstunden. 2001 wurden 400 Stunden an der Kapelle gearbeitet. Dankbar ist der Verein den örtlichen Firmen, die mit Material und Arbeitsleistungen die Sanierung tatkräftig unterstützt hatten. Der Gemeinde dankt der Albverein für die Bäume und den Weg. Abschließend sind 700 Arbeitstunden von den Helfern geleistet worden, die die Zukunft der Kapelle sichern.

Viele Besucher erfreuen sich nun an dem neuen Glanz des sakralen Kleinods. Nicht nur Einwohner, auch auswärtige Gäste, schätzen inzwischen die renovierte Kapelle und so finden neuerdings Maiandachten, Adventsfenster, Kapellenbesuche und vieles mehr statt.

Renate Winter